PRESSEBERICHT
© BÄRENWALD Arbesbach, GF Mag. Sigrid Zederbauer
Fotos © VIER PFOTEN Gerlinde Mairhofer

Kochbuchautorin Katharina Seiser hielt Lesung und Workshop im BÄRENWALD Arbesbach

Haubenkoch Michi Kolm stellte sich einer „Challenge“ und verzauberte die Gäste mit einem pflanzlichen Überraschungsgericht

Arbesbach, 28. September 2026
Der BÄRENWALD Arbesbach widmet sich seit der Erweiterung auch zusätzlichen Themen der Tierschutzbildung. Tierfreundliche Ernährung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Am 25. September lud das VIER PFOTEN Tierschutzprojekt daher zu einer Veranstaltung mit der bekannten Kochbuchautorin Katharina Seiser.

 

Vom Füttern der eigenen Viecherln
Katharina Seiser ist Kochbuch-Bestsellerautorin, Kulinarik-Journalistin, Redakteurin, Gastrokritikerin und eine Vielschaffende in Sachen Genuss, Vielfalt, Rezepte und Saisonalität. Im Mittelpunkt des Abends stand das neueste Kochbuch 30 Pflanzen pro Woche. Was Katharina Seiser meint, wenn sie übers „Viecherln füttern“ redet, erfuhren die Teilnehmer:innen an dem abwechslungsreichen Abend. Denn 30 Pflanzen pro Woche widmet sich auch dem Darm-Mikrobiom, das gepflegt werden will, und zwar mit möglichst vielfältigen, saisonal wechselnden, regionalen Pflanzen. Welche Pflanzengruppen dabei eine Rolle spielen und wie man seinen eigenen Pflanzenkonsum praktisch mittels App tracken erklärte Seiser an anschaulichen Beispielen.

Wenn zwei Top-Köche sich treffen, geht es heiß her, und das nicht nur, weil Michi Kolm bei der Veranstaltung live kochte. Seiser hatte Kolm im Vorfeld aufgefordert, für den Abend ein Überraschungsgericht zuzubereiten, in dem ein Vertreter aus jeder Pflanzengruppe vorkommt. Für einen Koch dem Vielfalt ohnehin wichtig ist, war diese Challenge nicht schwer. Das Weglassen von tierischen Lebensmitteln und das Ersetzen durch pflanzliche heimische Alternativen regte dennoch ein für das Publikum interessantes Gespräch an.

Kolm interpretierte dabei eines seiner Signatur Dishes neu und verzauberte die Gäste mit Kohlpizza, Linsenbolognese mit Walnüssen und Karotten, Roggenmehl Crumble vom eigenen acht Jahre alten Sauerteigansatz, fermentierten Bärlauchkapern, eingelegten Hollerblüten, Trauben aus dem eigenen Weingarten, knuspriger Buchweizen und Sauerkleetopping. Er erzählte, dass die Nachbarschaft mit dem Tierschutzprojekt auch bei ihm und sein Team immer wieder dazu führt, die verwendeten Lebensmittel zu überdenken bzw. sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Dass in dieser Liga des Kochens Haptik und Textur der Speisen wichtig sind, dass „das Knackige gegen das Weiche zu stellen“ wichtig ist und warum vegetarische Gerichte häufig als Löffelgerichte abgetan werden, erfuhren die Gäste ebenso.

Vielfalt genießen
Im zweiten Teil stand die angeleitete Verkostung im Mittelpunkt. Das Team des BÄRENWALD Arbesbach fütterte in dem Fall einmal nicht die Bären, sondern die Gäste. Man kostete sich durch Purpurkarotten, Vollkornbrot mit unterschiedlichen Komponenten, Kräuter, Gewürze, Natur- und Räuchertofu, Kimchi, verschieden geröstete Kürbiskerne, heimische Physalis und Kiwibeeren sowie Schokolade mit hohem Kakaoanteil.

Dass jede:r ein individuelles Mikrobiom aufweist war nur einer der spannenden Inhalte. Die Autorin zeigte wie vielfältig, genussvoll und alltagstauglich pflanzenbetonte Ernährung sein kann. Denn Seisers Zugang ist nicht der Verzicht und schon gar nicht das Verbot. Im Gegenteil: der Appell lautet Mehr vom Guten!

Pflanzenbasierte Ernährung und deren vielfacher Nutzen,

„Das Motiv von VIER PFOTEN, einen solchen Abend zu veranstalten, ist natürlich die Förderung des Tierschutzes. Klima- und Tierschutz können nicht mehr getrennt gedacht werden, und der Gesundheitsaspekt der pflanzlichen Ernährung ist nicht mehr wegzudiskutieren“, sagt BÄRENWALD Betriebsleiterin Sigrid Zederbauer. Sie stellte bei der Veranstaltung das sogenannte 3R Prinzip vor, das es leicht macht sein eigenes Ernährungsverhalten tierfreundlicher zu gestalten.

Reduce  – Reduzieren: Damit wäre z.B. der berühmte Sonntagsbraten angesprochen, der eben nur ein Mal pro Woche konsumiert wird, während der Rest der Woche großteils fleischfrei bleibt.

Refine – Verbessern: Beim Einkauf Wert auf die Qualität der Produkte legen. „Wenn wir weniger tierische Produkte konsumieren, und die, auf die wir nicht verzichten wollen dann aber aus heimischer Produktion mit hohen Tierschutzstandards beziehen, hilft dies Druck von den Produzent:innen zu nehmen. Es ist ja mittlerweile unumstritten, dass unser hoher Fleischkonsum nicht nur enormes Tierleid erzeugt, sondern auch für unsere Gesundheit, aber auch für das Klima problematisch ist“, so Zederbauer.

Replace – Ersetzen: Da wo es leicht fällt, sollten wir tierische durch pflanzliche Produkte ersetzen. Auch ein Verschieben der Portionszusammensetzung hilft hier schon viel (mehr Beilagen, weniger Fleisch).

Unterstützt wurde der Abend durch die Fay Linda Jussel von der Buchhandlung Tintenwald, die für einen, dem Abend entsprechenden, bunten Büchertisch sorgte.

Portraitfotos von Katharina Seiser © Gianmaria Gava

 

Buch Brandstätter Verlag Presseinfo:

 

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