Der Bärentrail hat wieder Kinder bekommen!

Ab Juni 2018 stehen Natur- und Wanderinteressierten nicht nur die fünf Teddybärentrails sowie Großer und Kleiner Bärentrail zur Verfügung, sondern auch zwei nagelneue Bärentrail Sidesteps. 

Der eine, „Sidestep Felsengarten“, liegt nahe Rappottenstein, zweigt nach Feuranz vom Großen Bärentrail ab und führt dich durch eine bizarre Felslandschaft mit dem „Fichtenschluf“ und dem „Pilzstein“, vorbei am „Steinernen Torbogen“ bis zur „Gletschermühle“ und führt dich wieder zurück zum Großen Bärentrail. Du kannst ihn als Abstecher innerhalb deiner Großen Bärentrail Wanderung „mitnehmen“ oder als eigenständige Runde erkunden. Der Stichweg ist ca. 6,5 km lang, die reine Gehzeit gute 1,5 Stunden. 
Der andere, „Sidestep Arbesberg“, ein kurzer Abstecher, aber nicht weniger imposant, am Kleinen Bärentrail in der Gemeinde Arbesbach gelegen, führt dich hinauf zum Naturwunder „Arbesberg“, einer Felsburg. Hin und retour ist es ca. 1 km mit ca. 20 Min. reiner Gehzeit.

Sidestep Felsengarten:

Daten: 6,5 km, gute 1,5 Std. reine Gehzeit,
Bizarre Felsformationen, von Naturwunder zu Naturwunder,
Start/Ziel: Straße zwischen Hausbach und Lembach, Höhe Feuranz, Gemeinde Rappottenstein, direkt am Großen Bärentrail,
Weg: als Abstecher innerhalb deiner Großen Bärentrail Wanderung oder als eigenständige Runde

Beschreibung:
Auf der Straße zwischen Hausbach und Lembach, direkt am Großen Bärentrail gelegen, nach dem Dorf Feuranz findest du die Start/Ziel- und Info-Tafel. Folge den Bärentrail Sidestep Markierungstafeln. Der Weg führt dich bergauf durch lichte Föhrenwälder. Heidelbeerstauden, wohin man schaut. Du begegnest bizarren Felsformationen, die sich „Fichtenschluf“ und „Pilzstein“ nennen. Der „Steinerne Torbogen“ ist besonders reizvoll. Er ist eine überaus seltene geologische Erscheinung, weil Torbögen normalerweise eher im Kalkgebirge anzutreffen sind. Der Granit-Steinbogen erstreckt sich zwischen zwei großen Felsblöcken. Man kann unten durch und oben drüber gehen. Vom Torbogen blickt man auf den „Wuchtelstein“ hinab, der so aussieht, wie er heißt. 
Parallel zum 612-er Vier-Märkte-Weg gelangst du dann zur „Gletschermühle“, einem ca. 12 m hohen Granitturm mit eigentümlichen, muldenartigen Eintiefungen, die an eine Gletschermühle erinnern. Mit der Eiszeit hat die Felsformation aber nichts zu tun: Die bizarren Granit-Formen entstanden durch Auswitterung des über 350 Millionen Jahre alten Urgesteinmassivs. („Echte“ Gletschermühlen sind durch Schmelzwasser gebildete, spiralförmige Hohlformen im Eis.). Nun wanderst du das Stück zur Weggabelung im Wald am gleichen Pfad zurück, folgst der Markierung, die den Sidestep zur Runde macht. Falls du den Großen Bärentrail weitergehst, gibt es beim Hochstand eine Gabelung nach links. Falls du zur Straße, den Ausgangspunkt, zurück willst, geh geradeaus den Hang wieder hinunter.

Tipp für Kräftige und Flotte:
Du wirst große Freude daran haben, wenn du zusätzlich (außerhalb der Bärentrail-Markierung) den Berghang bei der Gletschermühle am 612-er Weg weiter hinauf wanderst. Denn da kommst du zu weiteren, imposanten Felsgebilden, wie z.B. zur „Steinernen Stube“. Diese ist ein natürlicher Unterstand, wie sie für die Granitlandschaft typisch ist. Auf dem Felsen darüber gibt es sogenannte „Opferschalen“. Früher dachte man, diese seien einst für heidnische Blutopfer aus dem Stein gehauen worden. Doch die Granitschalen im Waldviertel sind natürlicher Herkunft, sie entstanden durch Säure von sich zersetzenden Moosen und durch gefrierendes Wasser. Abfließendes Wasser löste dann die sogenannten „Blutrinnen“ aus dem Gestein. Noch ein Stück weiter und du kommst zur „Burgleiten“. Von hier aus hast du einen wunderschönen Ausblick. Das ist eine Ruinenanlage, die wahrscheinlich Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Einbindung zum Großen Bärentrail findest du, wenn du den gleichen Weg – bis zur großen Gabelung im Wald in der Nähe vom Steinernen Torbogen – zurückgehst. Dort geh links und folge den Bärentrail Schildern. 

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Sidestep Arbesberg:

Daten: Ca. 1 km hin und retour, ca. 20 Min. reine Gehzeit,
Prächtiger Felskoloss auf 895 m, liegt am Kleinen Bärentrail,
Start/Ziel: Bei der Info-Tafel „Sidestep Arbesberg“ auf der Bundesstraße, direkt am kleinen Bärentrail, ungefähr auf halbem Weg zwischen Arbesbach und Altmelon

Beschreibung:
Es wär schade, wenn du am Naturwunder Arbesberg einfach vorbeigehst! Wenn du den Kleinen Bärentrail Richtung Süden entlangwanderst, zwischen Arbesbach und Altmelon, führt dich dieser kurze, romantische Abstecher aufwärts zu dem 895 m hohen Arbesberg und der auf ihm thronenden, mächtigen Felsburg. Die wuchtigen, bemoosten Felskolosse, dunklen Spalten und Höhlen, wie z.B. die Klauserhöhle, zählen hier zu den Besonderheiten. Der Arbesberg ist ein veritables, kleines Gebirge, mitten im Wald. Wer trittsicher ist, kann sich ihm behutsam nähern. Er war früher möglicherweise als Kultstätte in Gebrauch. Heute werden fallweise Waldmessen abgehalten. Er zählt zu den „Steinjuwelen Arbesbach“, wie auch der „Stockzahn des Waldviertels“ (die Burgruine Arbesbach). 

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